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Leichlingen: Wann muss die Mülltonne raus?

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Online Abfallkalender - Sulzbach Taunus

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Abfallkalender von Eschwege nun Online

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Webseiten die wirken!

Auszug IHK Magazin 2/2011

Der Online-Abfallkalender der Stadt Bad Nauheim ...

bald mit SMS-Benachrichtigung und Kurzinfo von regionalen Anbietern.

Diplom für Pioniere im Projektmanagement



Friedberg/Bad Nauheim (hau). Mit Aufbruchstimmung und Pioniergeist hatten sich vor zwei Jahren 21 Studenten aus ganz Deutschland für den neuen Weiterbildungs-Fernstudiengang „Projektmanagement“ an der Fachhochschule Gießen-Friedberg eingeschrieben. Seit Freitag halten die ersten elf Diplom-Projektmanager Deutschlands ihre Abschlusszeugnisse in Händen. Berufsbegleitend hatten sie die Strapazen dieses einzigartigen Qualifizierungsangebots auf sich genommen, um fit zu werden in Projektmanagement, allgemeinem Management, Wirtschaftwissenschaft, Vertragsrecht, Business-Englisch, Marketing und interkultureller Kommunikation. „Die Mühe hat sich gelohnt – wir haben unendlich viel dazu gelernt - es hat Spaß gemacht - ein neuer Studiengang ist geboren!“, war das Fazit der frisch gebackenen Projektmanager.

Zur Abschlussfeier im Emporensaal des Hotels „Dolce am Kurpark“ in Bad Nauheim konnte FH-Studiengangleiter Prof. Dr. Nino Grau neben den (Ex-)Kommilitonen der neuen Projektmanager auch seine mitverantwortlichen Kollegen Prof. Dr. Richard Roth und Prof. Dr. Ulrich Vossebein sowie Dekan Prof. Dr. Günther Grabatin und ihren Mitarbeiterstab begrüßen. Von der Musikschule Bad Nauheim war das Gitarrenquartett „Ponticelli“ gekommen, um zwischen den Redebeiträgen mit brillantem Spiel vor allem aus der temperamentvollen spanischen Gitarrenliteratur zu begeistern. Unter den zahlreichen Gästen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft weilten Bad Nauheims Bürgermeister Bernd Rohde und sein Friedberger Amtskollege Winfried Bayer sowie Vertreter der acht in den Weiterbildungsstudiengang eingebundenen Kooperationspartner (Audi Akademie, Siemens, GEA-College in Slowenien, Salzburg Management Business School, Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement, ABB Robotics, Know-iT, Orbis).

Offensichtlich erfolgreich habe die FH Friedberg Pionierarbeit geleistet für eine spannende Qualifizierung, so Rohde. Heute weniger denn je gehe es ohne fundierte Projektsteuerung, betonte Rohde am Beispiel Bauvorhaben. Dekan Grabatin verband mit seiner Gratulation den Hinweis auf die deutschlandweite Einzigartigkeit des Friedberger Studiengangs und die Vorbereitung weiterer Management-Studiengänge. „Wir stehen erst am Anfang einer Entwicklung“, so Grabatin. Lebenslanges Lernen meine immer mehr die ganzheitliche Sicht aus Mensch, Technik und Wirtschaft, die unverzichtbar zu den Führungsaufgaben in einem Unternehmen gehörten. Den weitesten Weg hatte mit Prof. Dr. Deja Jelovac der Vertreter der slowenischen Partnerhochschule GEA-College in Piran auf sich genommen, um nach erfolgreicher Zusammenarbeit den frisch Diplomierten seine Glückwünsche zu überbringen und die zunehmende Bedeutung interkultureller Kommunikation zu unterstreichen.
„Muss man eine Zeugnisübergabe so groß feiern?“, stellte Prof. Grau in den Raum und erinnerte an die oft in Vergessenheit geratene sozio-kulturelle Bedeutung von „Übergangsritualen“.
Dem Trennungsschmerz der Studienabgänger folgten nun neue Rechte und Pflichten, ermunterte er, und unternahm eine humorvolle Zeitreise durch den „Wilden Westen“ der letzten zwei Jahre. Niemand habe beim Aufbruch so recht gewusst, wohin die Reise führt. Mit dem Ziel, Wissensdefizite zu beseitigen, Team- und Führungsfähigkeiten zu verbessern und einen Sprung in der Karriereentwicklung vorzubereiten, habe man zusammen gelernt. Man habe für Probleme sensibilisiert, sich das Wissen um Methoden und deren Anwendung angeeignet und in spannenden Diskussionen auch viel Verbesserungspotential für das junge Studienangebot ausgeschöpft.

„Das würden wir jederzeit wieder machen“, bestätigten die gestandenen Projektleiter, Manager, Juristen, Ärzte oder IT-Experten, die nach bereits abgeschlossenem Studium und langjähriger Berufserfahrung (Durchschnittsalter 40) noch einmal die Schulbank gedrückt hatten. Die Kombination aus je einem Drittel Selbststudium, Telestudium via Internet und Präsenz auf dem Campus und bei den Kooperationspartnern (insgesamt 600 Stunden pro Jahr) sei recht anstrengend neben dem Beruf, doch spreche allein die ungewöhnliche Durchhaltequote von 100 Prozent für das neuartige Fernstudium. Selbst diejenigen, deren Qualifizierungsinitiative von ihrem Arbeitgeber weder ideell noch finanziell - die drei Semester kosten immerhin 10.500 Euro - unterstützt wurden, würden den Stress angesichts der persönlichen Gewinne noch einmal auf sich nehmen.

„Uns war nicht bewusst, auf was wir uns da einlassen“, so die neuen Projektmanager. Das Dilemma aus Unzufriedenheit und Frustration im Berufsalltag habe aber zu der Erkenntnis geführt, dass Weiterbildung der Ausweg sei. Bei der Frage, ob das Studium hält, was es verspricht, hätten schließlich Lust und Neugierde gesiegt. Nach dem Wechsel aus einem „Revival des Studentenlebens“, Leidensdruck und Erholungsphasen hatten am Vorabend der Zeugnisausgabe die letzten drei der ersten elf Prüflinge die Zielgerade durchlaufen. Als erster im Team war Anfang Juli Diplom-Projektmanager Manfred Bauer fertig geworden (die WZ berichtete). Der 43-jährige Projektleiter aus Büdingen absolvierte das Studium nicht nur mit der Bestnote 1,3 und erhielt neben seiner Projektleitungsarbeit bei ABB auch gleich einen Lehrauftrag an der FH Friedberg.

Vielmehr wurde Bauer bei der Abschlussfeier auch mit dem „Excellence Award“ ausgezeichnet, den das Bad Nauheimer IT- und Schulungsunternehmen „Know-iI“ und das Saarbrücker Business- und Consulting-Unternehmen „Orbis“ zur Förderung des Studienganges ausgelobt hatten. Der von ABB zur Verfügung gestellte „Innovation Award“ ging an die Juristen Tanja Kaul und Thomas Diegelmann. Ihr berufsbegleitendes Fernstudium abgeschlossen haben außerdem Sinan Bastian-Tanriverdi, Stefan Günther, Thomas Jökel, Martin Konrad, Thomas Ochs, Claudia Rumpf, Friedrich Schöngarth und Joachim Wagner. Zum Wintersemester beginnt in diesen Tagen das dritte Studententeam sein Weiterbildungsstudium Diplom-Projektmanagement. Auskünfte gibt es an der FH Friedberg unter Telefon 06031/ 604550 (Maik Weber) oder via Internet unter www.fh-friedberg.de/pm.
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